Grundsteuer-Rechner 2026: Hebesätze & Berechnung für alle Bundesländer

Berechnen Sie Ihre Jahresgrundsteuer nach der Grundsteuerreform — mit dem Modell Ihres Bundeslandes oder direkt aus dem Messbetrag. Inklusive Hebesatz-Verzeichnis aller Gemeinden Deutschlands.

10.754Gemeinden mit Hebesatz
16Bundesländer, 7 Modelle
404 %Median-Hebesatz B
§ 28 GrStGRaten & Fälligkeit
Grundsteuer berechnen (2026)
Bestimmt das Berechnungsmodell
Steht im Grundsteuermessbescheid des Finanzamts
Aus dem Grundsteuerwertbescheid des Finanzamts
Nur bei betrieblicher/sonstiger Nutzung
Im Wertbescheid bzw. unter BORIS Ihres Landes
Steht im Bescheid; Basis des Lage-Faktors
Hebesatz Ihrer Gemeinde: Verzeichnis aller 10.754 Gemeinden
Jahresgrundsteuer 2026

So funktioniert die Berechnung

Grundsteuermessbetrag × Hebesatz der Gemeinde = Jahresgrundsteuer
  1. Messbetrag ermitteln. Er steht im Grundsteuermessbescheid des Finanzamts — oder Sie berechnen ihn oben mit den Daten Ihres Grundstücks nach dem Modell Ihres Bundeslandes.
  2. Hebesatz nachschlagen. Jede Gemeinde legt ihren Hebesatz selbst fest. Unser Verzeichnis enthält alle 10.754 Gemeinden mit aktuellem Stand.
  3. Multiplizieren. Messbetrag × Hebesatz ÷ 100 = Jahresgrundsteuer, zahlbar in vier Raten (15.02. / 15.05. / 15.08. / 15.11.).

Die Modelle der 16 Bundesländer

Seit der Reform (wirksam ab 2025) gelten je nach Land unterschiedliche Berechnungsmodelle:

BundeslandModellGemeindenMedian GrSt B
Baden-WürttembergModifiziertes Bodenwertmodell1.101293 %
BayernFlächenmodell2.056270 %
BerlinBundesmodell (eigene Messzahlen)1470 %
BrandenburgBundesmodell413370 %
BremenBundesmodell (eigene Messzahlen)2841 %
HamburgWohnlagenmodell1975 %
HessenFlächen-Faktor-Modell421500 %
Mecklenburg-VorpommernBundesmodell724408 %
NiedersachsenFlächen-Lage-Modell941410 %
Nordrhein-WestfalenBundesmodell396703 %
Rheinland-PfalzBundesmodell2.301465 %
SaarlandBundesmodell (eigene Messzahlen)52445 %
SachsenBundesmodell (eigene Messzahlen)418400 %
Sachsen-AnhaltBundesmodell218400 %
Schleswig-HolsteinBundesmodell1.104410 %
ThüringenBundesmodell605402 %

Hebesätze der 20 größten Städte

StadtBundeslandGrundsteuer BGrundsteuer AStand
BerlinBerlin470 %0 %2025
HamburgHamburg975 %100 %2025
MünchenBayern824 %824 %2025
KölnNordrhein-Westfalen515 %165 %2026
Frankfurt am MainHessen500 %175 %2024
DüsseldorfNordrhein-Westfalen374 %295 %2026
StuttgartBaden-Württemberg160 %160 %2025
LeipzigSachsen450 %600 %2026
DortmundNordrhein-Westfalen800 %595 %2026
BremenBremen755 %0 %2025
EssenNordrhein-Westfalen655 %390 %2026
DresdenSachsen400 %280 %2026
NürnbergBayern780 %332 %2025
HannoverNiedersachsen700 %530 %2024
DuisburgNordrhein-Westfalen1.169 %329 %2026
WuppertalNordrhein-Westfalen947 %309 %2026
BochumNordrhein-Westfalen715 %374 %2026
BielefeldNordrhein-Westfalen765 %426 %2026
BonnNordrhein-Westfalen657 %543 %2026
MannheimBaden-Württemberg365 %300 %2025

Stand = Jahr des zuletzt amtlich veröffentlichten Hebesatzes. Hebesätze gelten fort, bis die Gemeinde einen neuen beschließt (§ 25 GrStG).

Ratgeber zur Grundsteuer

Häufige Fragen

Wie wird die Grundsteuer 2026 berechnet?

In allen Bundesländern gilt: Grundsteuermessbetrag × Hebesatz der Gemeinde = Jahresgrundsteuer. Der Messbetrag stammt aus dem Bescheid des Finanzamts und wird je nach Bundesland unterschiedlich ermittelt — nach dem Bundesmodell (Grundsteuerwert × Messzahl) oder nach einem Landesmodell (Flächen-, Wohnlagen-, Faktor- oder Bodenwertmodell).

Wo finde ich meinen Grundsteuermessbetrag?

Im Grundsteuermessbescheid, den das Finanzamt nach Abgabe der Grundsteuererklärung verschickt hat. Er steht dort als Betrag in Euro (z. B. „96,10 €“). Mit dem Modus „Messbetrag bekannt“ rechnen Sie damit direkt — das funktioniert für jedes Bundesland. Mehr dazu im Ratgeber Grundsteuermessbetrag.

Was ist der Hebesatz und wer legt ihn fest?

Der Hebesatz ist ein Prozentsatz, den jede Gemeinde per Satzung beschließt (§ 25 GrStG). Er gilt für das Kalenderjahr und bleibt bestehen, bis die Gemeinde einen neuen beschließt. Beispiel: Messbetrag 96,10 € × Hebesatz 470 % = 451,67 € Grundsteuer pro Jahr. Alle Hebesätze finden Sie im Verzeichnis nach Bundesland.

Warum rechnen die Bundesländer unterschiedlich?

Die Grundsteuerreform erlaubt über die Länderöffnungsklausel eigene Modelle. Elf Länder nutzen das Bundesmodell (teils mit eigenen Messzahlen: Berlin, Bremen, Saarland, Sachsen), fünf haben eigene Gesetze: Bayern (Flächenmodell), Hamburg (Wohnlagenmodell), Hessen (Flächen-Faktor), Niedersachsen (Flächen-Lage) und Baden-Württemberg (Bodenwertmodell).

Wann muss ich die Grundsteuer zahlen?

Nach § 28 GrStG in vier Raten: 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November. Beträge bis 30 € werden in zwei Raten (15.02./15.08.), bis 15 € in einer Rate (15.08.) fällig. Auf Antrag ist auch eine Jahreszahlung zum 1. Juli möglich.

Darf der Vermieter die Grundsteuer auf Mieter umlegen?

Ja — die Grundsteuer gehört zu den umlagefähigen Betriebskosten (§ 2 Nr. 1 BetrKV), sofern der Mietvertrag die Umlage vorsieht. Details und Rechenbeispiele: Grundsteuer & Mieter.